Wie’s ausschaut werde ich hier über Filme, und vielleicht auch Serien schreiben und ungefragt meine Meinung zu verschiedensten Themen bezüglich Filmen raushauen.
Aber warum schreibe ausgerechnet ich über dieses Thema? Was ist meine Reputation ?

Meine Reputation ist, dass ich Film liebe. Diese Lovestory fing damals mit, ich weiß, ziemliches Klischee, Star Wars: Eine neue Hoffnung (1977) an.  Aber noch heute lässt mich diese Faszination nicht unberührt. Dieses kindliche Verlangen, mehr und noch mehr von diesem Universum sehen zu wollen, in dem dieses wunderschöne Weltraum-Märchen spielt lässt mich einfach nicht los.

Als Kind waren meine Helden Charaktere wie Iron Man, Luke Skywalker oder Jack Sparrow. Sie waren für mich die Messlatte an Coolness, Humor und Moral und ich wollte so sein wie sie.  Dadurch waren diese Filme ein sehr wichtiger Teil meiner Erziehung und Entwicklung, und sind es immer noch.

Denn seit dem ersten Mal Star Wars schauen ist einiges an Zeit vergangen und ich habe mich auch als Mensch entwickelt.

So zum Beispiel dachte ich früher, Forrest Gump (1994) wäre mein Lieblingsfilm. Heute jedoch mag ich den Film gar nicht mehr, vor allem wegen seiner Aussage, das Leben sei wie eine Schachtel Pralinen.

Aber genau diese Entwicklung, die ich durch Filme an mir selbst sehen kann, macht auch einen Film, den ich vielleicht nicht mehr mag, zum Bestandteil meiner Persönlichkeit.

Film ist jedoch auch, was er mit einem macht in dem Moment des Schauens und unmittelbar danach. Ich fühle, leide und freue mich mit den Charakteren, bekomme in heiklen Situationen schwitzige Hände, bin bei ungerechten Situationen frustriert oder verdrücke mir eine oder mehrere Tränen bei „and I am Iron Man“.

Ich liebe die unbeschreibliche Atmosphäre, die ein Kino in sich trägt, Filmabende mit Freund*innen und die Diskussionen danach über den Film hinweg zu philosophischen Fragen oder die Stille nach einem komplette Mindfuck nach großartigen Plot Twists wie in Sixth Sense (1999), Fight Club (1999) und Shutter Island (2010).

Und eben wegen dieser Emotionen, die Film in mir anregt, liebe ich ihn.

Was aber auch so schön an Filmen für mich ist, ist wie subjektiv jeder Film wirkt. Selbst ein Meisterwerk kann mich vollkommen kalt lassen, wenn mich das Thema oder die Charaktere nicht interessiert. So ist mein absolutes Guilty Pleasure irgendwelche schnulzigen Teen RomComs auf Netflix anzuschauen, selbst wenn ich auch einen Akira Kurusawa schauen könnte.

Ich habe zwar eine ellenlange Watchlist mit vielen Meisterwerken der Filmgeschichte, aber ob mir ein Film gefällt kommt nicht immer drauf an, wie qualitativ stark er ist, auch wenn das natürlich wichtig ist, sondern wie ich vor dem Schauen stimmungstechnisch drauf bin, und wie meine Stimmung danach ist.

Ich liebe auch die technischen Aspekte eines Films. Hiermit meine ich zum Beispiel die Kamera und die dadurch entstehende synthetische Schönheit, seien es gigantische Landschaftsaufnahmen wie in The Revenant (2015) oder clevere Plansequenzen, also sehr lange, nicht unterbrochene Kamerafahrten, wie in Children of Men (2006). Oder beides wie in 1917 (2019).

Aber auch Filmmusik liebe ich. So schlaf ich gerne mit dem Soundtrack von Hans Zimmer für Interstellar (2014) ein, und ich glaube ich muss nichts zu John Williams grandioser Arbeit für Star Wars sagen.

All diese Gründe lassen mich Film lieben, sei es eben aus persönlichen Gründen, weil ich in meiner Kindheit Luke Skywalker mit meinem Plastik-Lichtschwert nachgespielt habe oder weil ich später zum Einschlafen den Interstellar (2014) Soundtrack hören werde, um damit in eine andere Dimension abdriften zu können.

Diese Liebe hat für mich schon in jungen Jahren begonnen, und Film hat mir beigebracht, dass man Liebe pflegen muss, aber mit der Zeit findet man immer mehr Gründe, warum man eben jene Sache liebt.